Kräuter kaufen für die Küche
Als Fachhändler für Gewürze setzt Gewürz Mayer den Fokus bei Küchenkräutern auf Frische, botanische Reinheit und Herkunft. Nachfolgend erhalten Sie eine kompakte Übersicht über gängige Kräuter in unserem Sortiment, deren Einsatzbereiche sowie spezifische Provenienzen, die über das übliche Sortiment hinausgehen.
Verwendung von Kräutern beim Kochen
Der Zeitpunkt der Zugabe bestimmt die Intensität des Aromas. Hartholzige Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano benötigen lange Garzeiten und können bereits zu Beginn von Schmorgerichten oder Tomatensaucen zugegeben werden. Ihre ätherischen Öle lösen sich langsam und durchdringen das Gericht gleichmäßig. Weichblattkraut wie Basilikum, Kerbel oder Dill sollte dagegen erst kurz vor dem Servieren zugegeben werden, da Hitze die feinen Aromen schnell zerstört. Ein Tipp aus der professionellen Küche: Trockene Kräuter vor der Verwendung leicht zwischen den Handflächen verreiben – so werden die Zellstrukturen aufgebrochen und das Bouquet entfaltet sich optimal.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Die maximale Haltbarkeit von getrockneten Kräutern hinsichtlich Aromastabilität beträgt bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate. Entscheidend sind drei Faktoren: Lichtschutz, Kühle und absolute Trockenheit. Bewahren Sie Kräuter daher am besten in luftdichten Gläsern auf an einem dunklen Ort (z.B. im Küchenschrank). Lagern Sie Ihre Kräuter nicht in der Nähe vom Herd oder anderen Wärmequellen, da Temperaturschwankungen die Kondensation fördern. Bei Einhaltung dieser Parameter bleiben die Gerbstoffe und ätherischen Öle stabil. Getrocknete Kräuter gehören nicht in den Kühlschrank, da sie dort Feuchtigkeit aus der Luft ziehen und verklumpen können.
Gängigste Kräuter zum Kochen
Das Basisrepertoire einer jeden Gewürzkammer umfasst Sorten, die länderübergreifend einsetzbar sind. Petersilie (glatt oder kraus) ist ein Allrounder für hellen Saucen und Suppen. Schnittlauch liefert frische Schärfe für Quark oder Salate. Thymian und Lorbeer sind unverzichtbar für Fonds und Eintöpfe. Rosmarin harmoniert mit Kartoffeln und Lamm. Salbei wird gerne in der italienischen Pastaküche mit Butter eingesetzt. Für die südeuropäische Küche sind Basilikum, Majoran und Bohnenkraut relevant – letzteres ist die klassische Wahl für Hülsenfrüchte.
Spezielle Sorten des Oregano aus Mexiko, Griechenland und Chile
Während der europäische Oregano (Origanum vulgare) vor allem in der mediterranen Küche beheimatet ist, bieten Sorten aus anderen Anbaugebieten völlig andere Geschmacksdimensionen. Als Fachhändler differenzieren wir hier klar nach botanischer Art und Terroir.
Mexikanischer Oregano (Lippia graveolens)
Dieser Oregano ist botanisch gesehen kein echter Oregano, sondern ein Verwandter der Verbene. Sein Geschmack ist erdiger, leicht minzig und würziger als der mediterrane Verwandte. Mexikanischer Oregano besitzt eine leichte Zitrusnote und ist essenziell für die authentische Küche Mittelamerikas – etwa in Chili con Carne, Salsas oder Mole-Saucen. Die Blätter sind größer und derber, was ihn sehr hitzebeständig macht.
Griechischer Oregano – Chalkidiki (Origanum heracleoticum)
Oregano von der Halbinsel Chalkidiki gilt unter Kennern als der intensivste Vertreter seiner Art. Die Pflanze wächst wild in kargen, felsigen Lagen und entwickelt dadurch eine extrem hohe Konzentration an ätherischen Ölen (Carvacrol und Thymol). Dieser Oregano wird von einem kleinen, landwirtschafltichen Betrieb exklusiv für Gewürz Mayer angebaut. Im Vergleich zu handelsüblichem Oregano schmeckt die chalkidikische Variante scharf, fast pfeffrig und hinterlässt ein leicht betäubendes Gefühl auf der Zunge – ein Zeichen für höchste Reinheit. Verwenden Sie diesen Oregano sparsam für Lammgerichte oder kräftige Olivenöle.
Chilenischer Oregano
Weniger bekannt, aber durchaus relevant für Spezialitäten ist der Oregano aus Chile. Meist handelt es sich um eingeführte Mittelmeerarten, die durch das besondere Andenklima ein weicheres, leicht campherartiges Aroma ausprägen. Chilenischer Oregano ist oft etwas milder und süßlicher als sein europäisches Pendant. Er eignet sich hervorragend für Marinaden mit Zitrusnoten und für Geflügelgerichte, bei denen der Oregano nicht dominieren, sondern nur unterlegen soll.